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Küste der kunstvollen Wege

am 18.05.2017 von bl

W Hotel Barcelona / Foto: Starwood Hotels

Barcelona zieht hochkarätige Besucher an: Könige und Kronprinzen, Intellektuelle und Investoren, Künstler, Gourmets und – Golfer. Deutsche Golfspieler kommen gern hierher, um die Bälle von großflächig angelegten Driving Ranges zu schlagen, über die sich ein herrlich blauer Himmel wölbt. Angenehme Temperaturen das ganze Jahr über tragen zur Spielfreude bei. Nur im Januar kann das Thermometer mal auf 15 Grad fallen. Doch das hält den Mitteleuropäer nicht davon ab, pünktlich zur Tee-Time zu erscheinen. Die Spielwiesen liegen fernab voller ­Strände und touristischem Rummel. Auf kurz geschorenen Grüns wird zum Birdie geputtet. Wer das Ziel verfehlt, findet sich schnell in einem der zahlreichen Bunker wieder. Die Spielgebühren, also die Greenfees, sind im Europa-Vergleich günstig.

Dank des gut ausgebauten Straßennetzes an der Costa Brava – ein rund 200 Kilome­ter langer Küstenstreifen, der sich von Ba­rcelona bis zur französischen Grenze zieht – ist für Golfplatz-Abwechslung gesorgt.

Auf diesem Fleckchen Erde mit traumhaften Ausblicken gleicht kein Golfplatz dem anderen. Es gibt sowohl sportlich anspruchsvolle als auch leicht zu spielende Plätze, raffinierte und fiese, preiswerte und teure. Und oft im Hintergrund das blaue Mittelmeer. Zehn Golfplätze laden in Katalonien zum Spielen ein, darunter die Paradeplätze des Real Club de Golf El Prat und des PGA Catalunya Resorts. Hier ist Golf die Hauptsache, aber längst nicht alles: Denn vor dem ersten Abschlag und nach dem letzten Putt gibt es hier, im Nordosten Spaniens, fantastische Alternativen.

Dem Künstler und Architekten Antoni Gaudí ist es zu verdanken, dass Barcelona-Besucher seine unvergleichlichen Bau­werke bestaunen können. Sein eigenwilliger Stil mit den runden, organisch wirkenden Formen wird weltweit bewundert.

Gaudí errichtete seine Bauwerke im Stil des Modernisme, des katalanischen Jugendstils. Die typischen Merkmale waren geschwungene Konturen, unregelmäßige Grundrisse, schräg gemauerte Stützen, naturnahe, weiche Formen nach pflanzlichen Vorbildern. Weitere Gestaltungsmittel Gaudís waren Scherben und farbige Keramikfliesen, die er bei seinen Bauwerken verwendete. Von 1883 bis zu seinem Tod 1926 arbeitete Gaudí an der Sagrada Família, seinem Lebenswerk. Heute ist die Kirche, obwohl immer noch unvollendet, eines der Wahrzeichen Barcelonas. Im Jahr 2010 wurde sie von Papst Benedikt XVI. geweiht und damit zur Basilika erhoben.

Gaudí sah seine Gebäude als Gesamtkunstwerk an. Aus diesem Grund entwarf er auch kleinste Details im Gebäude-Inneren selbst. Seine Entwürfe führten die Schmiede- und Mosaikkunst, die Tischlerei und die Glaskunst zu neuen Höhepunkten. Der Stil des Jahrhundertgenies Gaudí hat unter anderem den österreichischen Maler Friedensreich Hundertwasser beeinflusst. Wie viele andere begnadete Künstler fand auch Gaudí zu Lebzeiten kaum Anerkennung in der Öffentlichkeit. Erst nach seinem Tode erhielt er die ihm gebührende Wertschätzung.

Salvador Dalí, ebenfalls ein großer Sohn Spaniens, war dagegen bereits zu seiner Schaffenszeit berühmt. In Figueres und in seinem Heimatort Cadaques gab es schon früh ein Salvador-Dalí-Museum. "Übrigens liebe ich ausschließlich Cadaqués, mein eigenes Zentrum, das die ganze Welt am Rand des Meeres ist", sagte der vielseitige Künstler einmal über den kleinen Fischerort im äußersten Nordosten Kataloniens. Dalí war ein Kind des Empordà, einer abgeschiedenen, ursprünglichen Gegend an der nördlichen Costa Brava, mit feinsandigen Badestränden.

Erholung, Erlebnisse und Entdeckungen gibt es in und um Barcelona zuhauf. Die Mittelmeer-Metropole hat viele Facetten: Wer durch die verwinkelten Gässchen und Einkaufspromenaden schlendert, stößt überall auf Kinoschauplätze. Daniel Brühl, Penélope Cruz, Dustin Hoffman, Scarlett Johansson und Woody Allen – um nur einige zu nennen – haben schon Filme in Barcelona gedreht. Auf Stadtführungen sehen Cineasten die beliebtesten Locations, zum Beispiel das mittelalterliche Paris in "Das Parfum", und erfahren so manche Anekdote von den Dreharbeiten auf der Plaça de Sant Felip Neri.

Wie das Catering beim Drehen war, ist nicht bekannt. Aber dass das spanische Tapas-Essen oder die exklusive Küche die Gäste der Stadt begeistert, steht außer Frage – von der Frische der Produkte ganz zu schweigen. Nach Pars, Bars und Pool locken auch viele heimelige Restaurants. Nicht nur Golf verbindet!

Ein Fest für Feinschmecker ist Girona mit dem "Vol Espai" und dem "Can Roca", einem der gehobensten Restaurants Spaniens, das bereits zum besten Gourmet-Tempel der Welt gekürt wurde.

Wie gesagt: Barcelona und die Costa Brava ziehen hochkarätige Besucher an: nicht nur Intellektuelle und Investoren,  sondern besondere Künstler, Gourmets und – Golfer. (BL)

 

Drei ausgewählte Golfplätze um Barcelona

Club de Golf Llavaneras
Der Zustand des Platzes auf der 1945 gebauten, renommierten 18-Loch-Anlage 35 Kilometer vor den Toren Barcelonas ist perfekt. Auf schnell geschnittenen, ondulierten Grüns und ständig kurz gemähten Spielbahnen schweift der Blick immer wieder zum Mittelmeer. Angesichts der weiten, oft Wege teils in hügeligem Gelände zwischen erhöhten Grüns und Abschlägen ist es ratsam, im Clubsekretariat ein Golf-Cart zu leihen. Gäste sollten unbedingt vorher die Startzeit vereinbaren.

Real Club de Golf El Prat – Barcelona
Der Meisterschaftsplatz, ein in die reizvolle Küstenlandschaft liebevoll eingebetteter Kurs, war schon oft Austragungsort für die Spanish Open (zuletzt 2015). Auf den schwer zu spielenden Fairways und Grüns entspannen sich auch die Fußballer des FC Barcelona. Die weitläufige "grüne Oase" mit 45 Löchern wurde von Greg Norman konzipiert und ist ganzjährig geöffnet.

PGA Catalunya Resort
Das Resort (rund 20 Kilometer von Barcelona entfernt) verfügt über zwei außergewöhnliche Golfplätze: Der Stadium Course zählt für Experten zu den besten Golfplätzen Spaniens. Der Club unterstützt den spanischen Golfverband bei der Vergabe des Ryder Cup 2022 als Austragungsort. Auf dem Meisterschaftskurs, der durch aufwendige Platzpflege besticht, fanden vergangenes Jahr die Spanish Open statt, und jährlich werden die Qualifikationsturniere zum Spielen auf der European Tour veranstaltet.


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