+49 8234 967210

Anfrage

Katalog bestellen

Newsletter

Golfurlaub mit authentischem Lifestyle und Atmosphäre

am 23.09.2017 von AM

Reisetipp Spanien Costa de la Luz Expertin Carmen Serén Delgado

Die Costa de la Luz in Spanien bietet nicht nur viele Golfplätze, sondern auch Kultur und Gastronomie. Golfplatz-Managerin Carmen Serén Delgado erklärt, was den Reiz der Region in Südspanien ausmacht.

Carmen Serén Delgado ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Nach einem Studium der Kommunikationswissenschaften und Marketing an der Uni Essen arbeitete sie in der Marketing- und Eventbranche. Im Jahr 2000 wanderte die Tochter spanischer Eltern nach Andalusien aus. Zunächst arbeitete sie als Dozentin im Fachbereich Tourismusmanagement an den Universitäten von Cádiz und Sevilla und stieg 2005 als Marketing & Sales Managerin bei Golf El Puerto in die Golfbranche ein. Seit 2014 ist sie Sales & Marketing Managerin im Costa Ballena Ocean Golf Club.

Als Marketing-Managerin eines Golfclubs kennen Sie bestimmt das große Angebot in der Region. Ein kurzer Test: Der älteste Golfplatz an der Costa de la Luz...?

... ist kurioserweise der Captain Jake Dennis Memorial Course auf dem spanisch-amerikanischen Marinestützpunkt in Rota. 1953 gegründet, fertiggestellt 1955. Allerdings ist dieser Platz für Zivilisten nur in Begleitung von autorisiertem Militärpersonal zugänglich. Ähnlich verhält es sich mit dem privaten Vista Hermosa Club de Golf, der 1975 eröffnet wurde. Der älteste Greenfee-Golfplatz ist der 1980 eröffnete Club de Golf Campano.

Nimmt man das Landesinnere der Provinz von Cádiz dazu, ist natürlich Sotogrande (1964) der älteste Golfplatz. Er wird ähnlich wie Valderrama, La Reserva und San Roque häufig irrtümlicherweise der Región von Málaga zugeordnet.

 …der längste Golfplatz?

Wenn man den Herrenabschlag auf 18 Loch zugrunde nimmt, sind es in der Provinz Cádiz die beiden Plätze des San Roque Club mit 6497 und 6494 Metern, die an der Mittelmeerküste liegen. An der Costa de la Luz liegt der Sanlúcar Club de Campo mit 6302 Metern vorne, dieser Platz ist aber leider momentan geschlossen. Es folgen Sherry Golf mit 6160 Metern, Novo Sancti Petri und der Costa Ballena Ocean Golf Club.

… der schwerste Platz?

 An der Costa de la Luz ist das der Montecastillo und in der in der gesamten Region Cádiz selbstverständlich die königlichen Clubs Valderrama und Sotogrande.

…der schönste Golfplatz?

Außer unserem? (lacht) Montenmedio, aufgrund der wunderschönen Lage, Natur, Kultur und nicht zuletzt des in der Region etwas außergewöhnlicherem Designs.

Okay, in Sachen Golf kennen Sie sich wirklich aus. Aber es gibt sicherlich weitere gute Gründe, an der Costa de la Luz zu leben. Erzählen Sie mal.

Meine ursprüngliche Motivation war im Jahr 2000 der Wunsch, zu den eigenen Wurzeln zurückzukehen - Mein Vater stammt aus Galicien, meine Mutter aus Andalusien. Nach fast 16 Jahren in Cádiz habe ich natürlich vieles schätzen und lieben gelernt. Neben dem schönen Wetter, ist es die Vielseitigkeit, die diese Region bietet, wenn man sie richtig kennengelernt hat. Es ist eine Region der Gegensätze - im positive Sinne. Hier findet man nicht nur Sonne, Strand und Meer, sondern auch Kultur und Tradition, kleine pittoreske Dörfer und große, moderne, kosmopolitische Städte wie Jerez.

Aber es ist insbesondere das Lebensgefühl, das man hier hat und entwickelt… und das sich nur schwer in Worte fassen lässt. Der Alltag ist hier sicherlich nicht anders als in Deutschland. Nein, wir halten nicht unsere tägliche "siesta", wie man gemeinhin annehmen könnte (lacht). Aber das Wetter, das Umfeld und die Lebenseinstellung der "gaditanos" trägt dazu bei, dass man hier einen anderen Lebensrhytmus annimmt…

Die Costa de la Luz besteht aus zwei Teilen: den nordwestlichen Part in der Provinz Huelva und den südöstlichen in der Provinz Cádiz, getrennt durch den Nationalpark Donana. Gibt es eigentlich kulturelle, sprachliche oder gastronomische Unterschiede zwischen beiden Regionen?

Nicht wirklich, wenn man mal von ein paar Abweichungen bei Satz-Anhängseln oder Bezeichnungen von Alltagsdingen, wie zum Beispiel Brotarten oder Gemüsesorten absieht. Die gastronomischen Unterschiede sind auch eher klein. In Huelva beispielsweise isst man "gambas blancas", in Cádiz hingegen "langostinos". Bei den Getränken sieht es etwas anders aus: In Huelva gibt es sehr interessante Weine, aber keinen Sherry. Den gibt es nur in der Provinz Cádiz, die auch weitaus mehr Bodegas vorweisen kann. Und natürlich hat jede Region ihre eigenen Sehenswürdigkeiten: Während Huelva für den Wallfahrtsort El Rocio weltweit bekannt ist, findet man in Jerez und Cádiz mehr Flamenco-Kultur und die spanische Hofreitschule.

Sie sind in Deutschland geboren und leben seit mehr als 15 Jahren an der Costa de la Luz, kennen also beide Kulturen. Welche Klischees und Stereotype über Deutsche und Spanier stimmen denn nun und welche nicht?

Hmmmm… schwierige Frage. Kurioserweise musste auch ich mich erst einmal an die Unterschiede zwischen beiden Kulturen gewöhnen … und ich ertappe mich dabei, wie ich seit Jahren versuche bei "Klischee-Diskussionen" zu vermitteln. Mit mehr oder weniger Erfolg! (lacht) Die Spanier halten nicht ihre tägliche Siesta, sind nicht alle "unpünktlich" mit dem bekannten "Mañana"-Morgen und verbringen nicht die meiste Zeit des Tages mit Fiesta, Vino und Flamenco. Aber ja, wir sind tatsächlich etwas lauter als die Deutschen, sitzen bis spät abends draußen in Bars und Restaurants, und haben andere "Uhrzeiten".

Aber genauso tragen nicht alle Deutschen weiße Socken in Sandalen, verbrennen sich bis sie krebsrot sind, sind unflexible "Pünktlichkeitsfanatiker" und haben keinen Sinn für Humor… Aber ja, sie sitzen meist tatsächlich krebsrot auf der Clubhaus-Terrasse vor einem Clubsandwich … und wagen sich nicht an typisch spanisches Essen und Wein. (lacht) Spätestens um 18 Uhr sind sie auf dem Weg zum Hotel, weil es ab 19 Uhr Abendessen gibt. So ist sicherlich an allen "Stereotypen" und Klischees immer ein kleines Körnchen Wahrheit dran …

Erkennen Sie deutsche Spieler auf dem Golfplatz? Und wenn ja, woran?

Definitiv. Man erkennt sie zum Beispiel an ihrer Kleidung mit eher dunklen und gedeckten Farbtönen. Skandinavier hingegen tragen mit Vorliebe leuchtende Farben. Deutsche bestellen im Restaurant oft ein Radler oder einen Aperol, die Damen Prosecco. Und sie sind generell meist etwas ruhiger und ernster als andere Nationalitäten.

Mit fast 20 Plätzen an der Küste und einigen im Hinterland ist das Angebot recht groß. Für welche Golfurlauber ist die Costa de la Luz denn besonders attraktiv?

Sie ist speziell für die Golfurlauber attraktiv, die eine nicht touristisch überlaufene Destination suchen, und gerne etwas authentischen Lifestyle und Atmosphäre erleben wollen. Mit einer interessanten Auswahl an verschiedenen Golfplätzen in einem Radius von 60 Kilometern um Jerez herum ist ein abwechslungsreicher Golfurlaub garantiert. Und neben Golf bietet Cádiz die Möglichkeit, den Lieblingssport mit anderen Hobbies oder Vorlieben zu verbinden, etwa hervorragende Gastronomie und Kultur.

Und wo fahren Sie mit Ihrer Familie hin, wenn Sie von Job abschalten wollen?

Weit weg – nach Galicien in Nordspanien oder in große Städte – und auch nach "good old Germany". Denn man vermisst doch so einiges aus der "alten Heimat", so schön es sich hier auch in Cádiz lebt.

 

SEHENSWERTES IN DER REGION

Cádiz, die älteste Stadt Europas, umsäumt vom Atlantik, lädt zu einem Spaziergang durch ihre pitoresken Gassen ein. Natürlich gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, etwa die Kathedrale, das römische Amphitheater und den 45 Meter hohen Torre Tavira mit der Camera Oscura. Einfach unter die Einheimischen mischen und das Ambiente genießen - sei es bei einem Spaziergang, beim shoppen oder aber auf der Terrasse einer Tapasbar.

Vejer de la Frontera ist eines der typischen weißen Dörfer Andalusiens und liegt auf einem Berg rund acht Kilometer von der Küste entfernt. Klein, pittoresk, mit einer interessanten Mischung aus Einheimischen und Zugezogenen. Empfehlenswert hier: Das Restaurant "El Jardin del Califa", von dessen Dachterrasse man bis zur afrikanischen Küste sehen und man bei einem Glas Wein den Sonnenuntergang über Marokko genießen kann.

Die Strände von Bolonia und Zahara de los Atunes. Cádiz ist berühmt für die außergewöhnlich schönen, kilometerlangen Strände, mit feinem weißen Sand und kristallklarem Wasser. Mit Glück ist man fast alleine dort, außer in den Sommermonaten Juli und August.

Jerez de la Frontera ist bekannt als die Wiege des Flamencos. Fernab der typischen Shows für Touristen kann man den wahren, traditionellen Flamenco in einer der zahlreichen "peñas flamecas" (Clubs, in denen Flamencosänger, Tänzer und Musiker zusammen kommen) erleben.

Die hiesige Tapas-Tradition ist definitiv ein Muss! Ob in renommierten Restaurants wie dem "El Faro" in Cádiz oder "Albores"" in Jerez, oder kleinen Bars mit überwiegend einheimischen Gästen oder in einem "Chiringuito" (Strandbar) mit Blick auf den Atlantik oder der typischen "Plaza" in einem kleinen Fischerdorf ... es ist ein kulinarisches Muss und Genuss sich durch die Tapas-Vielfalt zu probieren.

Ein Besuch der Wochenmärkte von Cádiz, Jerez, Barbate und Vejer ist sehr zu empfehlen und beeindruckend, wenn man die immense Auswahl an frischem Fisch und Meeresfrüchten betrachtet, die in kleinen, aber sehr ansprechenden Gastroständen auf dem Wochenmarkt direkt frisch zubereitet wird.

Ein Muss: SHERRY! In allen Variationen ... von trocken bis zu süßem Dessert-Wein ist für alle Geschmäcker etwas dabei, wobei sicherlich der bekannteste Sherry-Wein in Deutschland der trockene Fino ist, der meist als Apertif angeboten wird. Unbedingt zu empfehlen ist hierzu der Besuch einer Bodega, mit anschließender Weinprobe. Zu den bekanntesten gehören hier sicherlich Osborne (El Puerto), Sandeman und Gonzalez Byass in Jerez. Es gibt jedoch auch zahlreiche kleinere Bodegas, mit einem familiären Charme, die ausgezeichneten Weine herstellen und personalisierte Weinproben durchführen.

 
GOLFREISE-ZIEL COSTA DE LA LUZ

Die "Küste des Lichts" liegt im westlichen Teil Andalusiens und erstreckt sich von der spanisch-portugiesischen Grenze bis nach Tarifa an das Südspitze Spaniens. Geprägt ist die Costa de la Luz durch feine Sandstrände und Pinienwälder an den Küsten. Rund 300 Sonnentage im Jahr machen den rund 200 Kilometer langen Küstenstreifen für Bade- als auch Sporturlauber attraktiv. Während Tarifa als Hotspot für Windsurfer gilt, finden Golfspieler in der Region mehr als 20 Golfplätze vor, darunter mit Novo Sancti Petri eine der größten Anlagen Spaniens. Die größten Verkehrsflughäfen der Region sind Jererz de la Frontera und Sevilla. Der Nationalpark Coto de Doñana teilt zusammen mit der Mündung des Guadalquivir die Costa de la Luz in zwei Regionen: Im Nordwesten gehört sie zur Provinz Huelva und im Südosten zur Provinz Cádiz.

Cádiz mit der gleichnamigen Provinzhauptstadt ist die südlichste Provinz Spaniens und verfügt über 260 Kilometer Küstenlinie mit 83 Stränden, von denen einige am Mittelmeer liegen und einen Teil der Costa del Sol bilden.Zu den touristischen Sehenswürdigkeiten zählen neben den Städten Cádiz und Jerez auch die zahlreichen "weißen Dörfer" im Hinterland mit weißen Häusern und engen Gassen.


Zur Übersicht Golfreisen Spanien-Costa de la Luz

Zurück zur Übersicht