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Bulgariens "unglaubliche Wiese"

am 15.08.2017 von KT

Golfplatz Thracian Cliffs in Bulgarien

Das Golfresort Thracian Cliffs trägt den Spitznamen "Pebble Beach Europas". Investor und Geschäftsführer Georg Tsvetanski im Gespräch über Bauarbeiten und Golf in Bulgarien.

Sie sind der Eigentümer des Resorts, inwieweit sind Sie zurzeit in das Alltagsgeschäft der Anlage eingebunden?
Georg Tsvetanski: Ich habe diese Aufgabe jetzt selber seit Anfang des Jahres übernommen. Die Vorgänger haben zumeist nur auf den Umsatz geschaut und dabei die Kostenseite vernachlässigt. Da möchte ich mir einen Überblick verschaffen, um zeitnah weitere Investitionen voranzutreiben.

Stichwort Investitionen: An was denken Sie da in der Zukunft?
Tsvetanski: Wir haben zwei Geschäftsfelder, in die wir kurzfristig investieren: zum einen den Bau von weiteren Apartments, der bereits im Gang ist. Der Vorverkauf und Verkauf ist dabei gerade vielversprechend angelaufen. Zum anderen würden wir gerne bis zum Frühjahr 2017 ein repräsentatives Clubhaus oberhalb des jetzt 17. Abschlags eröffnen. Die Pläne gibt es bereits. Und langfristig möchten wir die Anzahl der Hotelzimmer und Übernachtungsmöglichkeiten erhöhen.

Investor und Resort-Inhaber Georg Tsvetanski (r.) mit seinem Co-Investor Krassimir­ Gergov (l.) während der Preisübergabe zum Golfresort des JahresWo sehen Sie die Stärken Ihres Resorts im Vergleich zu anderen Golfdestinationen in Europa? Der Europäer vermutet diese Golfperle ja nun nicht gerade in Bulgarien …
Tsvetanski: Ja, das ist in der Tat ein Problem, denn wir leiden etwas unter den geringen Flugkapazitäten. Im Sommer ist das kein Problem, zumal Varna dann auch direkt angeflogen wird. Aber in der Nebensaison, die für Golfer sehr interessant ist, sind es dann beispielsweise nur Umsteigeverbindungen ab/bis Deutschland. Allerdings ist dort mit Turkish Airlines eine sehr bequeme Variante inklusive Golfgepäck via Istanbul möglich. Das nutzen viele Gäste sogar, um einen Zwischenstopp in Istanbul einzulegen.

Und die Stärken des Resorts?
Tsvetanski: Die herausragende Stärke ist unser Golfplatz. Gary Player hat einen Platz entstehen lassen, der bei allen Golfern die Herzen höherschlagen lässt. Die Lage direkt am Schwarzen Meer, Blick auf das Wasser von jeder Bahn, und das alles auf natürliche Art und Weise in die schöne Küstenlandschaft eingearbeitet. Auch wenn Herr Player uns einige Male von einer höheren Ausgabe überzeugen musste, so sind wir im Nachhin­ein froh, dass wir das Geld investiert haben.

Können Sie uns ein Beispiel nennen für eine "höhere Ausgabe"?
Tsvetanski: (lacht) Die Perfektion von Herrn Player ist nahezu an jedem Loch sichtbar. Aber besonders in Erinnerung ist mir ein Telefonat mit Herrn Player in meinem Skiurlaub geblieben. Der Platz war so gut wie fertig, als er mich abends anrief und mich davon überzeugt hat, dass wir auf dem siebten Loch einen zusätzlichen Abschlag im Wasser bauen müssen, um die Einzigartigkeit des Platzes weiter hervorzuheben. Aufgrund der schlechten Erreichbarkeit konnten wir die Materialen für den Bau nur über die Fairways anliefern. Drei komplette Fairways und einige Wege mussten wir im Anschluss wieder neu machen. Von der Kostenseite war das eine Katastrophe, die Nacht war schlaflos, aber eines unser Signatur-Löcher hat damit sicherlich noch gewonnen.

Wir haben den Platz ja schon spielen dürfen, ich kann Ihnen sagen, das Investment hat sich gelohnt, auch wenn wir einige Bälle von dem Insel-Abschlag verloren haben. Zurück zu den Stärken: Was ist neben dem Gary-Player-Platz zu nennen?
Tsvetanski: Die Golfer kommen mit den zwei weiteren Plätzen im Umkreis von zehn Kilometern voll auf ihre Kosten. Wir kooperieren mit beiden und bieten neben Paketen auch den Shuttle-Service zum Platz an. Gerade der Black Sea Rama Course, ebenfalls von Gary Player designt, ist ein weiterer Fünf-Sterne-Golfplatz mit allem, was das Golferherz höherschlagen lässt. Der Lighthouse Course lädt zu einer entspannten Golfrunde ein, da die Fairways breiter und die Grüns nicht zu verteidigt sind. Die Plätze sind nahezu ganzjährig bespielbar. Wir bieten neben dem Golfsport aber auch attraktive Aktivitäten für die ganze Familie. Direkt im Resort haben wir zwei tolle Strände mit Restaurants, Liegen, Chill-out-Musik und zahlreichen Veranstaltungen. Zusätzlich bieten wir dort verschiedenste Wassersportaktivitäten an. In unserem Spa gibt es eine Vielzahl von Anwendungen und Möglichkeiten zur Entspannung. Insgesamt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, auch was die gastronomische Qualität angeht, ein großer Pluspunkt im "Thracian Cliffs Resort".

Woher kommen denn die meisten Ihrer Gäste? Zieht es viele Deutsche hierher?
Tsvetanski: Die Mehrheit der Golfgäste kommt tatsächlich aus dem deutschsprachigen Raum. Unser Personal ist darauf eingestellt und spricht zum Großteil Deutsch. Seit diesem Jahr kommen auch mehr und mehr Skandinavier zu uns. Im Sommer haben wir auch Gäste aus der Region, die bei uns ihren Sommerurlaub verbringen, uns als Beach Resort oder für Familienfeste nutzen.

Apropos Bulgarien, wie geht die Entwicklung des Golfsports in Ihrem Heimatland voran?
Tsvetanski: Zurzeit gibt es sieben Golfplätze im ganzen Land, drei bei uns am Schwarzen Meer und die anderen Plätze um die Hauptstadt Sofia herum. Golf wächst langsam. Ereignisse wie das Volvo Matchplay auf unserer Anlage haben schon für Aufmerksamkeit gesorgt, aber dem Großteil der Bevölkerung fehlt auch das Kleingeld. Helfen würde uns sicher ein Profi, der auf der Tour spielt, aber da ist zurzeit noch keiner in Sicht.

Sehen Sie denn das Potenzial für weitere Plätze in Ihrer Region?
Tsvetanski: Kurzfristig sind wir mit den drei Plätzen gut bedient. Zurzeit kann man fast jeden Tag spontan Startzeiten bekommen, und die Plätze sind nicht überfüllt. Bei voller Auslastung der Hotels und Verkauf der Apartments werden langfristig weitere Kurse entstehen. Wir wachsen bisher jedes Jahr, unsere Gäste kommen gerne wieder, und mittlerweile erfreuen wir uns auch immer größerer Golfgruppen.

Was braucht es in Zukunft, um die Region weiter voranzutreiben?
Tsvetanski: Flüge! Wir könnten mehr Direktflüge aus Deutschland gebrauchen. Mit Turkish Airlines sind wir mittlerweile aus Deutschland sehr gut zu erreichen. Aber wir arbeiten an weiteren direkten Verbindungen, um die Anreisezeit für unsere Besucher zu verkürzen. Wir möchten gerne wieder ein European Tour Event austragen. Das hat uns damals bekannt gemacht und war ein großer Erfolg.

Vielen Dank für das offene Gespräch! (KT)


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Investor und Resort-Inhaber Georg Tsvetanski (r.) mit seinem Co-Investor Krassimir­ Gergov (l.) während der Preisübergabe zum Golfresort des Jahres

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