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Golfzwerge

am 22.06.2016 von Alvaro

Golfblog Golfzwerg

Jetzt mal ohne Flachs: Was ist das bloß für eine schwache, zerbrechliche und bittere Golf-Saison?! Kennt das sonst noch jemand, oder bin ich so alleine wie ich mich fühle? Klar, sicher, dann und wann guckt man sich bei Mygolf die Ergebnislisten des Wochenendes an und entdeckt auch bei anderen diverse Ausrutscher...aber ich bin gefühlt der Einzige, der sich in diesem Jahr bei acht von acht Versuchen hochgespielt hat. Und zudem auch noch kläglich hochgespielt...

Das Hochspielen ist auch gar nicht das Problem, denn eigentlich ist mir mein Handicap mittlerweile wurscht. Vielmehr habe ich das Bedürfnis endlich einmal konstant zu spielen. Aber das Einzige was bei mir konstant ist, sind beschissene Eisentreffer, fies verzogene Drives, unsicher geschuppste Rescues und gerne auch einmal ein peinlich socketiertes Wedge aus aussichtsreicher Position vorm Clubhaus - das alles flankiert von einem Selbstvertrauen wie ein zartes, blindes Nestküken. Es gibt zwar auch Profis die nach einer 72er Runde behaupten, 98% der Schläge mies getroffen zu haben, nur bei denen reicht es eben noch zu einer 72.

Ich benötige wohl doch mal einen Mental-Guru, der mir endlich beibringt den Probeschwung zu treffen. Beim Probeschwung ist alles schön. Auch auf der Range ist übrigens alles schön. Ich bin wohl doch ein ausgewiesener Range-Spieler, denn dort klopfe ich mit Musik auf den Ohren profireife Bälle, die so schön segeln, dass ich vor lauter Freude fast hinterher weine. Und es ist alles so herrlich locker und entspannt, dass ich bei manchen Schlägen fast den Schläger im Finish verliere. Eine Art spirituelle Range-Session auf Musik-Droge! Es ist alles gut dort - nur eben nicht auf dem Platz!!! 

Zudem bin ich wohl auch eine multiple Persönlichkeit (das war ich schon im Tennis). Ich sollte eigentlich keine Sky Golfübertragung mehr gucken! Manchmal komme ich in ein „Luke Donald-Finish“, wieder eine Woche später finde ich es erstrebenswert eine Rückspannung wie Dustin Johnson aufzubauen, was natürlich rein physisch schon lächerlich ist. Gerne federe ich auch mal nach wie Sergio Garcia bei seinen Power-Eisen oder ich versuche so schön zu schaufeln wie Graeme McDowell bei seinen Wedges. Eigentlich äffe ich alles direkt nach was ich am Bildschirm sehe, denn bei denen klappt es ja auch...

Und Schwunggedanken habe ich exakt so viele wie auf der nachfolgenden Zeichnung. Bei mir läuft ein Abschlag mittlerweile so ab: „AUSRICHTUNG – NICHT ZU WEIT NACH RECHTS – SCHLÄGER SCHLIESSEN – HINTER DEM BALL BLEIBEN – BEIM RÜCKSCHWUNG NICHT HÜFTE SCHIEBEN  - DURCHSCHWUNG STARTET HÜFTE – ARM GERADE LASSEN IM DURCHSCHWUNGUNG – GEWICHT NICHT NACH VORNE KIPPEN – KINETISCHE KETTE IM ABSCHWUNG – DIVOT NACH RECHTS RAUS FABRIZIEREN“.

Schwunggedanken Golf

Das geht doch nicht, oder?

Also, ich weiß nicht so recht weiter. Trainerstunden habe ich eingestampft, weil mir 8 Trainer 16 verschiedene Sachen als Lösung präsentiert haben. Dabei wollte ich einfach nur „konstanter treffen“ und „von innen kommen“. Mental-Coaches habe ich noch nicht probiert und selbst komme ich mit der Bastelei auch nicht so recht zum Ziel. Vielleicht hilft meine neueste Errungenschaft in Sachen „sehr, sehr krankes Golferhirn“:

Der Driver bleibt ab sofort daheim. Ich werde berichten. Und wer Hilfe weiß: bitte umgehend melden!

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