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Golfspiel - 2018 Verbesserungsvorschläge

am 10.02.2018 von Alvaro

Golfspiel Verbesserungen 2017

1.) Golffreundliche Airlines

Viele Airlines rühmen sich ja als „golferfreundliche“ Airlines, doch nur wenige haben diesen Titel dank Ihrer Golfgepäck-Politik beim Golfurlaub wirklich verdient. Das Golfgepäck umsonst (ohne wenn und aber) liefern gerade einmal KLM (über den Blue Club), Turkish Airlines und Emirates zum Zielort. Darüberhinaus Air Mauritius, aber die fliegen ja „nur“ in eine Richtung. Dem großen Rest sei gesagt: Verzichtet ruhig auf die vielen leidenschaftlichen Golfurlauber, die sich zur touristischen „saure Gurken-Zeit“ in Eure Mühlen begeben würden.

Und wenn schon kein Golfgepäck umsonst ist, sollte zumindest das Boarding nach Handicap-Klassen vollzogen werden. Endlich mal etwas, dass man sich erspielen und nicht erkaufen müsste. Was für ein erhabenes Gefühl, dann unter den Blicken der anderen 150 mitfliegenden Hacker, als erstes an Bord gehen zu dürfen...“Sehr geehrte Damen und Herren, wir bitten jetzt zunächst die Handicap-Klassen 1 und 2 an Bord“.

Plus-Handicapper hätten natürlich First-Class-Status. Abholung am Check-In und dann mit privatem Gepäck-Caddie im Golf-Buggy direkt über das Vorfeld zum Flieger...

2.) Rückspiegel-Pflicht

Es ist wie mit dem Reißverschlussverfahren: Eine Krux. Niemand auf Deutschlands Golfplätzen schnallt, dass es wirklich erlaubt (und gefordert) ist, schnellere Spieler und Flights durchspielen zu lassen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie man als schnellerer Golfer ignoriert wird. Für sehr, sehr viele Menschen ist es schlichtweg unbegreiflich, wie man eine Runde als Sport betrachten kann, indem man zwischen den Schlägen recht zügig geht. Zudem verstehen genauso viele Golfer nicht, dass ein Leben nicht von einem wiedergefundenen Golfball abhängt – und schon gar nicht von einem geangelten!

Golfer, die wiederholt durch langsames, ignorantes Spiel auffallen, sollten 2018 vom Club als Gedankenstütze zur Rückspiegel-Pflicht verdonnert werden. Keine Runde mehr ohne einen handelsüblichen Motorrad-Rückspiegel am Trolley. Fest verschweißt für eine Saison. 

3.) Spielformen 

Weshalb liebt der Deutsche nur so sehr sein „Netto-Punkte-zählen“? In keinem anderen Land der Welt, werden Sie so spaßbefreite Vierer-Flights wie auf deutschen Golfplätzen finden. Da spielen dann vier Freunde oder zwei Ehepaare miteinander eine Runde Golf und zählen eintönig ihre Netto-Punkte...an schlechten Tagen zu Ungunsten der Flight-Stimmung! 

Unser Vorschlag lautet: Spielt mehr Lochspiel und begebt Euch in den Rydercup-Modus. Bei ähnlichen Handicaps sogar ganz ohne Vorgaben, sondern nur Bestball um das Loch. So hat man auch bei „vergurkten“ Löchern noch einen Riesenspaß, weil es am nächsten Tee immer wieder erneut losgeht. Have more fun in 2018!

4.) Etiketten...

...gehören in das Innenfutter eines Anoraks, aber nicht missverstanden auf den Golfplatz! Viele Golfplatzbetreiber meinen, dass sie durch Kleidungsvorschriften längst vergangener Tage (entworfen durch Individuen des British Empire) eine gewisse „Etikette“ auf ihren Platz bekommen. Ein Denkfehler par excellence, denn die Etikette dokumentiert einzig und allein das Verhalten auf dem Golfplatz. Dazu gehören Dinge wie: Pitchmarken ausbessern, Regeln einhalten, Divots zurücklegen, Empathie gegenüber seinen Flightpartnern sowie Freundlichkeit auf der „Freizeitanlage Golfclub“. Alles Dinge, die an jedem zweiten durchschnittlichen Turniertag vergessen werden. Und immer daran denken: Der junge Typ mit der Jeans und dem umgedrehten Cap, bügelt die Pille regelmäßig 150 Meter weiter als man Selbst, ist in 2,5 Stunden mit 18 Loch durch, lässt noch zwei bis drei Drinks an der Bar und bringt junge Freunde mit – wenn es ihm Spaß macht bei Ihnen...

5.) Besser legen

Welch irrer Aufwand es in Deutschland doch bei schlechtem Wetter ist, besser zu legen! Jeder Profi darf bei drei Regentropfen besser legen, nur der hiesige Monatsbecher spielt bei Regen und Sturm mit Matschklumpen am Ball. Wahnsinn, welch eklatanter Nachteil einem Amateur hier durch willkürliche Golf-Bürokratie entsteht. Er trifft den Ball eh schon zu 90% suboptimal und muss dann noch die Hälfte des Jahres fünf Gramm Schlamm am Ball ertragen. Bernhard Langer erklärte dazu beim letzten Masters, dass sich der Ball bereits bei kleinen Schlamm-Plaques um bis zu 20 Meter aus der Bahn bewegt. Also liebe regionalen Golfverbände: von September – Mai „besser legen nach Witterungslage“. Ohne Anruf bei Ihnen, und ohne Rückversicherung, und ohne Notar und Missgunst und Amtsschimmel...

6.) Kürzere Wiesen

Die meisten modernen Golfplätze, werden anscheinend von präpotenten Supergolfern entworfen, denn man fragt sich ernsthaft, was 400 Meter Par 4-Löcher bei Durchschnittsgolfern verloren haben. Unser Vorschlag ist es, die leider viel zu zahlreich vorhandenen, langen Plätze einfach mal als Mann von rot zu spielen. Für Damen haben wir leider keine Lösung parat, aber für Herren bietet es sich an, zumal die meisten Wiesen auch für Herren von rot geratet sind. Und liebe Betreiber, startet doch auch mal vorgabewirksame Turniere gemeinsam von rot. Die auf der Brust trommelnden Herren müssen dann eben beweisen, dass sie die fehlende Vorgabe lässig durch Länge kompensieren. Der Vorteil wäre, dass alle gemeinsam abschlagen und das Sponsoren-Turnier sicherlich auch mal unter 6 Stunden abläuft. 

7.) Tiger & Rabbit

Liebe Clubs: Verzichtet doch mal auf Eure vorgefertigten „Tiger & Rabbit“-Tage, an denen dann zu einem bestimmten Termin Leute in den Golfsport eingewiesen werden sollen. Erlaubt es Euren Mitgliedern doch ganz einfach, pro Jahr zwei „Einweisungstage“ im Golfclub abzuhalten. Jedes Mitglied darf dann an einem Tag seiner Wahl einen Gast mitbringen und mit diesem über den Platz gehen sowie alle Einrichtungen nutzen. Ihr würdet so viel mehr neue Golfer generieren, denn nicht jeder möchte an einem Wochenende mit 20 anderen Neulingen über den Platz gehen, und dann auch noch in seinem Drang zum ausprobieren begrenzt werden. Auch in Erwachsenen stecken Kinder, und jeder möchte so oft wie möglich sein Glück versuchen. Lasst die Leute doch unter Anleitung eines erfahrenen Golfers loslaufen und ausprobieren. Es muss doch nicht immer der Pro dort stehen und die Entenfamilie einweisen. Keine Angst: ein Divot kann auch von Anfängern zurückgelegt werden. Ich vermute ohnehin, dass auf den Golfplätzen der Republik an schlechten Damen- und Herren-Nachmittagen, weniger Pitchmarken und Divots repariert werden als bei solch einer Runde mit einem Freund, den man zum Golfspielen verleiten möchte. Probiert es aus! 

8.) Promotion-Teams

Wie oft langweilen sich Jugendliche und Golf-Pros? Wir denken sehr oft. Sollten Sie in Ihren Reihen eloquente Exemplare beider Spezies besitzen, lassen Sie diese vor die Tür! Bilden Sie Ihr eigenes Promotion-Team des Clubs und stellen Sie sich vor Supermärkte der Region. Bauen Sie dort Putt und Chip-Areas auf und animieren Sie die Leute zum ausprobieren. Das Ganze bei cooler Musik und lächelnden Promotern. Nehmen Sie dem Golfsport das geistige Bild des „Jaguar-Katze putzenden Snobs vorm Clubhaus“ und zeigen Sie dem DGV wie man auch ohne millionenschwere TV-Kampagne neue Golfer begeistert.  

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